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Veränderungen an den Zähnen

entstehen durch falschen, zu geringen bis hin zu fehlendem oder vermehrten Abrieb. Manche Veränderungen entstehen dadurch, dass den Pferden kein Steppengras und häufig auch kein Buschwerk als Futter zur Verfügung steht, sondern weiches Wiesengras und vorgefertigte Futtermittel wie Heu, Kraft- und Saftfutter. Zur Lebensgrundlage Cellulose gesellen sich mehr oder weniger leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Stärke und verschiedene Zucker.

Dazu kommen die Veränderungen, die durch die Zucht, durch das Kreuzen von unterschiedlichen Rassen entstehen, um die charakterlichen Eigenschaften hin zu einem reiterlich verlässlicheren Pferd zu verändern und den äußerlichen Eindruck optisch wohlgefälliger zu machen. Bei der Kreuzung mit Rassen, die kleinere Köpfe haben, um auch in Rassen mit typischerweise großen Köpfen eine Verkleinerung herbei zu führen, kommt es nicht immer vor, dass sich die Zähne in jeder Dimension wie der Kopf mit verkleinern. Weitere Gründe für Zahnanomalien sind veränderte Wachstumsraten der verschiedenen Wachstumszonen der Schädelknochen, die auch schiefe Köpfe entstehen lassen. Tumoröse oder tumorähnliche Veränderungen an Zahnanlagen, Zahnhalteapparat oder am Knochen kommen hinzu. Des weiteren gibt es auch beim Pferd Karies, Diastemata (Zwischenzahnlücken), parodontische Erkrankungen und Erkrankungen der Pulpa, die häufig ohne professionelle Untersuchung erst erkannt werden, wenn der Prozess sich bis in die Nebenhöhle gearbeitet hat und stinkender Eiter einseitig durch die Nüster abläuft.

Es ist als Pferdebesitzer immer daran zu denken, dass die Pferde zum Fressen nur eine Alternative kennen: zu verhungern. Deshalb fressen Pferde mit allen möglichen Veränderungen so lange weiter, bis gar nichts mehr geht.

Wann nützt eine professionelle Zahnarbeit?

Zur Prophylaxe gegen das Auftreten von Zahnabriebstörungen, zum langlebigen Zahnerhalt und zum Diagnostizieren von bereits eingetretenen Pathologien, die häufig übersehen werden, da das Pferd nur zwei Alternativen kennt: Fressen oder Verhungern

Wenn Sie folgendes bei Ihrem Pferd beobachten, wird es Zeit zu handeln:
  • Kopfschiefhaltung
  • Widersetzlichkeit gegen die Reiterhand
  • seitenungleiche Reaktionen auf die Zügelhilfen
  • sehr lange oder/und schiefe Schneidezähne
  • fehlende Backenzähne
  • Zahnsteinbildung an den Schneidezähnen
  • fauliger Geruch im Kopfbereich
  • stinkender Nasenausfluss
  • Kaustörungen – z.B. „Wickelspucken“

Die prophylaktische Zahnarbeit ist in jedem Fall sinnvoll, da wir unseren Pferden nicht das Futter bieten können, das die Natur für sie vorgesehen hat und wofür die Zähne in der Evolution sich entwickelt haben: Steppengras, hartstängelige Kräuter und niederes Buschwerk zum Abbeißen mit den Schneidezähnen und Zermahlen mit den Backenzähnen.
Dieses Kauen und Mahlen ist der erste Schritt im Verdauungsprozess. Wenn es hier Probleme gibt, kann dies weitere Probleme in den folgenden Teilen des Verdauungsapparates nach sich ziehen.

Zu empfehlen ist eine jährliche Kontrolle beim nicht mehr im Zahnwechsel sich befindenden Pferd (über 5 Jahre). Davor sollte auf Grund des Halbjahresrhythmus des Zahnwechsels auch eine halbjährliche Kontrolle stattfinden. Der Zahnwechsel beginnt mit zweieinhalb Jahren. Sollte Ihnen bereits bei einem jüngeren Pferd auffallen, dass die Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers nicht übereinander stehen, sollte bereits dann eine Kontrolle erfolgen.

Wie führe ich diese Zahnarbeit durch?

Ich komme zu Ihnen in den Stall und bringe meine mobile Praxis mit.
Als erstes erfolgt die Aufnahme der Anamnese. Dies sind Ihre Beobachtungen und die durch mich erfolgende allgemeine Untersuchung und die spezielle Untersuchung des Kopfes von außen und die palpatorische und/oder visuelle Untersuchung der Maulhöhle.

Danach bespreche ich die Befunde und die Art und den Umfang der Behandlung. Da ich eine sehr diffizile und akurate Arbeit mache, die meist nur unter Sichtkontrolle entsprechend durchgeführt werden kann, erfolgt eine medikamentöse Ruhigstellung des Pferdes. Sollte der Umfang der Veränderungen und das Gemüt des Pferdes eine nichtmaschinelle Bearbeitung möglich machen, erfolgt diese auch ohne Sedierung. Sie ist in den meisten Fällen nicht der Standard.

Professionelle Zahnbehandlung beim PferdUm die veränderten, fehl- oder nicht abgeriebenen Bereiche zu erreichen und zu sehen, trage ich eine Kopflampe und das Pferd bei der Backenzahnarbeit ein Maulgatter. Damit dieses Prozedere für alle Beteiligten (das Pferd, Sie und ich) möglichst angenehm ist, nutze ich eine gepolsterte Kopfablage. Vor Beginn der eigentlichen Arbeit zeige ich Ihnen die Veränderungen in der Maulhöhle und nach der Bearbeitung die Änderung, die ich durchgeführt habe. Während der Bearbeitung lasse ich mir über die Schulter schauen.

Im Verlauf der Behandlung fülle ich einen Zahnbefundbogen aus, auf dem alle Veränderungen eingetragen und markiert werden. Dieser wird der Kartei Ihres Pferdes beigefügt und Ihnen ausgehändigt. Dieser ist zu verwahren und bei Wiedervorstellung mit zu bringen, da er wichtige Informationen enthält, die mir bei der Beurteilung der neuen Zahnsituation helfen. Bringen Sie auch gerne bereits vorliegende Befundbögen von Kollegen mit.


Warum zu einem PferdeDentalPraktiker nach IGFP?

Die Internationale Gesellschaft zur Funktionsverbesserung der Pferdezähne e.V. (IGFP) ist eine Organisation, die die Prüfung zum PferdeDentalPraktiker anbietet. In einer zweieinhalbtägigen Prüfung wird neben der Theorie auch die Voruntersuchung des Pferdekopfes und -­mauls und die praktische Arbeit überprüft, die in jedem Teil mit mindestens 70% bestanden werden muss.
Damit wird sichergestellt, dass ein entsprechendes Wissen vorhanden ist, um eine dem Pferdetypus, dem Pferdealter, der Nutzung und den Anomalien des individuell geformten Pferdegebisses entsprechend angepasste Zahnarbeit durchführen zu können.
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Michael Salzgeber
Prakt. Tierarzt, PferdeDentalPraktiker nach IGFP, DIPO-Pferdeosteotherapeut
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